Eutalloy RW

Flammspritzen von selbstfließenden Legierungen
Selbstfließende Spritzzusätze auf NiCrBSi-, NiBSi- bzw. CoBSi-Basis werden zunächst auf die Werkstückoberfläche gespritzt. Diese aufgebrachten Spritzschichten werden dann gleichzeitig oder in einem zweiten Arbeitsschritt bei Arbeitstemperaturen von 850 – 1.280 °C (legierungsabhängig) eingeschmolzen.
Die Legierungselemente Bor und Silizium wirken desoxidierend und fördern die Benetzung des Grundwerkstoffes und damit die Diffusionsbindung. Die Beschichtungen sind frei von Poren, die Härte ist gleichmäßig und reproduzierbar, die mechanische Belastbarkeit entspricht bzw. übersteigt die der festen Substratwerkstoffe, die Haftzugfestigkeit ist vergleichbar mit hartgelöteten Verbindungen, die korrosionsbeständigen Beschichtungen sind gas- und flüssigkeitsdicht.

Flammspritzen mit nachträglichem Einschmelzen – Eutalloy RW
Die Beschichtung wird in zwei Arbeitsschritten ausgeführt. Das Spritzpulver wird aufgeschmolzen und auf das Werkstück gespritzt. Dabei erfährt das Werkstück eine Temperatur von 100 – 300 °C. Im Allgemeinen wird mit einem Schichtdickenzuwachs von 0,1 – 0,2 mm/Pass aufgetragen. 
Die Auftragungen werden mit CastoDyn DS 8000 ausgeführt. 
Nach dem Spritzen wird die Beschichtung mit einem Acetylen-Sauerstoff-Brenner, Öfen mit und ohne Schutzgas oder Widerstands- und HF-Induktionserwärmung eingeschmolzen. Um sicheres Einschmelzen und Diffusionsbindung zu gewährleisten, ist die Schichtdicke auf 2 mm zu begrenzen. Das Einschmelzen muss 15 Minutennach Erwärmungsbeginn abgeschlossen sein, um einen Borabbrand und die damit verbundene Abnahme des Verschleißwiderstandes und Härte zu vermeiden. Beim Einschmelzen reduziert sich die Schichtdicke um etwa 20 %. 
Die Solidustemperatur des Grundwerkstoffes muss größer als die des Spritzzusatzes sein.